Entwöhnung

Medizinische Rehabilitation

Jugendliche beim Tischtennis

In die Entwöhnungsbehandlung werden Jugendliche und Heranwachsende mit meist vielfachem Substanzgebrauch und Abhängigkeitssyndrom aufgenommen.

Die Ziele der Entwöhnungsbehandlung sind:

  • Abstinenz zu erreichen und zu erhalten
  • körperliche und seelische Störungen weitgehend zu beheben und auszugleichen
  • die Eingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft zu erreichen und möglichst dauerhaft zu erhalten
  • Eigenverantwortung und Eigeninitiative zu stärken


Die Entwöhnungsbehandlung beginnt mit einer medizinisch-psychologischen Eingangsuntersuchung und der Erstellung eines individuellen Therapie-Plans. In diesem Rahmen erfolgt eine Einschätzung der Fähigkeiten in verschiedenen Lebensbereichen wie alltäglicher Selbstversorgung, Schulwissen und -techniken und die Erprobung der Belastbarkeit in der Arbeitstrainingswerkstatt.

Aktive Freizeitgestaltung

Die Therapiepläne enthalten regelhaft Gruppentherapie und -gespräche, Soziotherapie, Arbeitstraining oder Schulbesuch, sportliche und kreative Projekte, geschlechtsspezifische Angebote, Gesundheitsaufklärung und -training. Familientherapie und Einzelpsychotherapie sowie Entspannungsverfahren ergänzen die individualisierte Therapie.

Die aktive Freizeitgestaltung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Musikkeller, Sauna, Sport auf einem Tartanplatz und in einem Fitnessraum werden schrittweise durch Wahrnehmen von Angeboten außerhalb der Klinik in Hamm und in Vereinen ergänzt. Jeder „Neue“ wird von einem erfahrenen gleichaltrigen Paten (Mitpatient) und von einer Bezugsperson aus dem Betreuerteam durch die Entwöhnungsbehandlung begleitet.

Adaption - Behutsame Öffnung nach außen

Für Patientinnen und Patienten mit langjährigen Suchtverläufen kann sich in unserer Einrichtung eine interne Adaptionsphase anschließen. Hier nehmen der Realitätskontakt und die Förderung der Eigenständigkeit weiter zu, werden die Betreuungsdichte und Therapieintensität geringer.

Die Adaptionsphase stellt einen Abschnitt der behutsamen „Öffnung nach außen“ dar. Nach Abschluss der Rehabilitationsbehandlung ist der Übergang in eine therapeutische Wohngruppe möglich, die eng und im gleichen Rahmenkonzept mit uns zusammenarbeitet. [Foto: Fotostudio Nawrath]