Drogen Plus

Behandlung von komorbiden Störungen

Jugendliche im Gespräch

Häufig stellt sich in der Suchtambulanz oder während der qualifizierten Entzugsbehandlung heraus, dass der Suchtmittelkonsum in Zusammenhang mit psychischen Störungen auftritt oder als missglückter Lösungsversuch für eine psychische Erkrankung zu sehen ist. In anderen Fällen sind dadurch psychische Störungen entstanden, die eine weitere stationäre Behandlung benötigen.

Angebot einer weiteren stationären Behandlung

Jugendliche mit einer „Drogen-Plus“-Diagnose (z.B. ADHS, depressive Erkrankungen, Störungen der Affektregulation, beginnende Persönlichkeitsstörungen, Traumafolgeerkrankungen, Psychosen) erhalten das Angebot einer weiteren stationären Behandlung. Diese Behandlung kann sowohl offen als auch geschützten Bedingungen durchgeführt werden und entweder unmittelbar im Anschluss an den Qualifizierten Entzug erfolgen oder zeitnah geplant werden.

Unterstützung bei Alltags- und Freizeitgestaltung

Im „Drogen-Plus“-Konzept steht den Jugendlichen im Rahmen der störungsspezifischen Behandlung das gesamte Spektrum der jugendpsychiatrischen Behandlung wie Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Familientherapie, Pharmakotherapie, Ergotherapie, Psychomotorik, Heilpädagogik und Sozio- und Milieutherapie zur Verfügung. Bezugspersonen im pflegerisch-erzieherischen Dienst fördern die Alltags- und Freizeitgestaltung und die alters- und entwicklungsentsprechende Selbstständigkeit.

Wiederherstellung der seelischen Gesundheit ohne Suchtmittel

Klinikschule, Arbeitstrainingswerkstatt und Kliniksozialdienst sind intensiv in den Behandlungs- und Perspektivplanungsprozess eingebunden. Ziel ist die Wiederherstellung der seelischen Gesundheit ohne Abhängigkeit. [Foto: Fotostudio Nawrath]