Qualifizierter Entzug

Der erste Schritt in ein Leben ohne Sucht

Jugendliche beim Kartenspiel

Der sogenannte "Qualifizierte Entzug" stellt in der Regel den ersten stationären Behandlungsschritt dar. Dieses Angebot beruht auf Freiwilligkeit und findet unter offenen Bedingungen statt. In indizierten Ausnahmefällen können auch Behandlungen unter geschützten Bedingungen stattfinden.

Ärztliche und therapeutische Begleitung

Die Entzugsbehandlung richtet sich an Jugendliche, die - in selbstschädigender Weise Suchtmittel gebrauchen, zunehmend mehr konsumieren, bis hin zu mehrfach täglich, soziale Nachteile in Kauf nehmen und bei denen die Droge zum Lebensmittelpunkt geworden ist. Wir bieten den unterstützten Entzug von allen Substanzen an. Bei somatischen Komplikationen kooperieren wir mit angrenzenden Kliniken in Hamm. Die qualifizierte Entzugsbehandlung wird medizinisch und therapeutisch begleitet.

Hilfe bei der Strukturierung eines suchtmittelfreien Alltags

Von den Mitarbeitern des Teams werden Information, Motivation und Unterstützung im Aufbau von Tagesstruktur angeboten. Dabei findet die Therapie auf der qualifizierten Entzugsstation oft im Alltag statt. Hier geht es darum, einen drogenfreien Alltag herzustellen, soziale Regeln wieder einzuhalten und Erfolgserlebnisse wieder aufzubauen.

Gruppentherapie als Motivation für eine weitere Behandlung

Das Zusammenleben in der Gruppe ist dabei ebenso wichtig wie Einzelgespräche mit Therapeuten und Bezugsbetreuern. Verschiedene, in einander aufbauende Therapieelemente sind in einem strukturierten Tagesplan enthalten. Dabei vermitteln Einzel-, Gruppen- und Familientherapie mit Sozio- und Fachtherapien neue Erfahrungen. Diese und die hilfreiche Begegnung mit den Mitarbeitern können oft die Basis für eine Motivation zu einer weiteren Behandlung werden. [Foto: Fotostudio Nawrath]