Kontakt
-
Iljana Herkelmann
- Dipl.-Sozialpädagogin
- Telefon 02381 893-278
- Telefax 02381 893-134
Station
Stoffwechsel
3 bis 6 Wochen Station Stoff-Wechsel.
Wen sprechen wir an?
Unser Angebot richtet sich an Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren (als Ausnahme auch jüngere oder ältere),
- die in selbstschädigender Weise Suchtmittel gebrauchen,
- die zunehmend mehr und/oder härtere Drogen konsumieren,
- denen dafür soziale Nachteile egal sind,
- bei denen die Droge zu Ihrem Lebensmittelpunkt geworden ist ...
Was und wie …?

Die Jugendlichen gehen freiwillig in die Entzugsbehandlung, die auf einer offenen Station durchgeführt wird.
Wir entziehen von allen Stoffen. Wenn schwere körperliche Komplikationen zu erwarten sind, helfen wir bei der Vermittlung in eine spezialisierte Behandlung. Bei uns ist immer eine Ärztin oder ein Arzt verfügbar.
Wer möchte, kann kalt entziehen. Wer mit Medikamenten entziehen möchte, kann auch das tun. Rauchen ist unter bestimmten Bedingungen erlaubt.
Neben dem körperlichen Entzug findet eine gründliche Untersuchung und wenn notwendig Behandlung statt. Wir kümmern uns um Ihre körperliche Fitness und die Störungen, die durch Drogenkonsum und Entzüge entstanden sind. Essen, Schlafen, Bewegung und Entspannung sind dabei sehr wichtig.
Die Tage verlaufen hier geregelt: Sie bekommen einen strukturierten Tagesplan mit verschiedenen Therapien und Freizeitangeboten. Das verhindert das Abhängen. Sie machen auch neue Erfahrungen, was Ihnen liegt, was Sie mit sich anfangen können und was für ein Typ Sie überhaupt sind. In unserer Schule oder der Arbeitstrainingswerkstatt entdecken sie wieder, was Sie leistungsmäßig drauf haben und üben für den Ernstfall nach der Entlassung.
Schwerpunkte der Behandlung liegen auf Einzel-, Gruppen- und Familientherapie. Zusammen mit (sportlicher) Körpererfahrung in der Psychomotorik und Anregungen im Rahmen der Ergotherapie können sie für eine weitergehende Behandlung nach dem Entzug motivieren, denn viele entdecken in der Zeit alte Probleme wieder und bekommen den Mut, jetzt z.B. an Depressionen oder Ängsten zu arbeiten. Das heißt, es kann eine Motivation zur Langzeitbehandlung daraus werden. Die kann dann auf einer jugendpsychiatrischen Station oder Rehabilitationsstation bei uns geschehen oder auch als ambulante Therapie.
Wo …?
Auf der Station stehen Zweibett- und Einzelzimmer sowie ein Gruppenraum zur Verfügung. Außerdem gibt es einen Gruppentherapieraum. Auf dem Klinikgelände befinden sich Psychomotorik- und Arbeitstrainingsgebäude, Schule, Ergotherapie sowie Spiel- und Sportplätzen. Eine aktive Mitgestaltung des Alltags durch unsere Patienten ist absolut erwünscht.
Wir arbeiten mit unseren Patienten - nicht gegen sie. Grundlage unseres Behandlungskonzeptes ist das gemeinsame Vorgehen gegen die Drogen.
Dabei arbeiten wir mit den Familien oder auch sonstigen wichtigen Bezugspersonen und Einrichtungen zusammen. Die Patienten sollen mit unserer Hilfe so die Bedingungen für das Suchtverhalten begreifen. Dabei berücksichtigen und nutzen wir die besonderen Fähigkeiten aller Beteiligten. Es geht um die Entwicklung von Alternativen zum bisherigen Lebensstil und um Wege zu einer Lösung der bestehenden Probleme. Ziel der Behandlung ist zu verstehen, wie man das eigene Leben ohne Stoff leben und dabei zufriedener sein kann. Dafür entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen Strategien.